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„Suchbegriff nicht definiert“ – Überlegungen zum fehlenden Google-Referer

Google hatte seit letztem Jahr für eingeloggte User die Suche per SSL-Verbindung aktiviert. Das bedeutet, dass eine sichere verschlüsselte Verbindung zwischen Browser und Webserver aufgebaut wird. Das heißt wiederum, dass der Browser beim Klick auf einen Suchtreffer keine Referer-Information mehr preisgibt.

Anhand dieser Information aber kann der Webmaster erkennen, mit welchen Suchbegriffen seine Seiten aufgerufen wird und dies nutzen, um interessante bisher nicht berücksichtigte Keywords – vor allem aus dem Longtail-Bereich – zu finden und sein Angebot anhand dieser Begriffe zu optimieren. Zum Beispiel kann man leicht seltene und bisher nicht optimierte Suchbegriffe ab SERP-Seite 2 ausfindig machen, um diese mit etwas Geschick und Mühe in die Top 10 zu befördern und den Suchtraffic (und natürlich auch die Website) nach und nach zu verbessern.

Nachdem Google die HTTPS-Verbindung nun in den nächsten Wochen auch für normale User ausrollen will, die nicht eingeloggt sind, bekommt jeder SEO-interessierte Webmaster so langsam ein Problem. Jeder der seine Webstatistik in den letzten Tagen vor Augen hatte, wird dies schon bemerkt haben: Piwik z.B. meldet in der Liste der Suchbegriffe nun öfters, dass der „Suchbegriff nicht definiert“ ist.

Interne Suche wird noch wichtiger
Es gilt nun Überlegungen anzustellen, wie man diese wertvolle Webanalyse-Information halbwegs ersetzen kann. Die einzige Möglichkeit, die ich momentan sehe ist, die interne Suche nun noch öfters einzubinden bzw. diese prominenter darzustellen. Diese bisher ohnehin schon wertvollen Daten gewinnen nun also noch weiter an Gewicht: Genauer kann man die Intention seiner Besucher – zumindest in dieser Größenordnung – nicht ermitteln. Anhand der gewonnenen und hoffentlich regelmäßig ausgewerteten Suchbegriffe kann man sein Angebot schrittweise verbessern: Interessante neue Inhalte anbieten, Synonyme berücksichtigen oder sogar die Seitenstruktur überarbeiten. Dies steigert wiederum die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen und sorgt für eine glücklichere Besucher, da sie das Gesuchte tendentiell leichter bzw. überhaupt finden. Und nach dem Panda-Update kann man ja nicht genug dafür tun, dass sich die User auf der eigenen Website wohlfühlen und nicht gleich wieder verschwinden..

Und wieder zeigt sich – Google ist der Spielführer und stellt die Regeln auf. Suchmaschinenoptimierung wird trotzdem nie „tot“ sein, sondern sich stets weiterentwickeln – und Kreativität, Verstand und Wendigkeit vom Webmaster fordern wenn dieser weiterhin vorn mitschwimmen möchte.

Wer andere Ideen hat – ich bin neugierig!

Beiträge von anderen dazu:

  1. Max sagte am :

    @stefan: Das ist kein schlechter Ansatz den du da beschreibst. und nebenbei hilft er ja sogar der eigenen Seite noch direkt weiter, da sie sauberer und tiefer von Google indiziert werden kann. Ich bin der Meinung Google kann dann ab jetzt mal bis zum Ende des Jahres Pause machen mit Optimierungen. :)
    Gruß, Max

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