Einige haben mich ja während meiner Planung begleitet, die nächsten haben es dann vor zwei Monaten offiziell über Twitter erfahren ;-) und der Rest dann nach und nach oder eben jetzt hier: Ab dem heutigen Tag bin ich nun freischaffend und selbstständig.
Warum?
Nach meinem Bachelor-Studium in Freiberg war ich seit sieben Jahren gut behütet angestellt als Webentwickler in einer großen Werbe- und Internetagentur in Dresden. Eigentlich kein Grund zu klagen. Viele nette Leute kennengelernt, viele schöne Projekte bearbeitet, eigenverantwortlich gearbeitet, nicht zu viel aber auch nicht zu wenig verdient, pünktlich bezahlt worden, geregelte Arbeitszeiten. Alles prima .. oder?
Jedoch habe ich mir in den vielen Agenturjahren meine Leidenschaft für mein Tun bewahrt. Diese Leidenschaft konnte mich beflügeln, motivieren und voranbringen. Trotz oder vielleicht gerade wegen einiger Hürden, welche sich im täglichen Arbeitsleben so in den Weg stellen. Und ich denke, diese Leidenschaft mit einer gesunden Freiheitsliebe und einem aufkeimenden Trotzverhalten kombiniert waren es dann, welche mich zu dem Entschluss bewogen.
Die agenturinternen Gründe gehören hier nicht ins Blog – jedoch möchte ich alle Mitarbeiterführenden ermutigen, sich die Wünsche, Sorgen und Vorschläge ihrer Mitarbeiter anzuhören und sich dieser ernsthaft anzunehmen. Sie sind Gold wert. Tausendmal besser als lemminghafte Mitarbeiter ohne Ehrgeiz und Ideen.
Letztendlich geht es mir primär nicht um einen finanziellen Vorteil, sondern um Themen wie flexible Arbeitszeiten, Tätigkeiten auch jenseits des Tellerrandes Webentwicklung sowie Unterschiede in der Arbeitsphilosophie.
Und jetzt?
Nun sitze ich hier in meiner neuen Bürogemeinschaft in der Dresdner Neustadt. Diese Woche noch ganz unprätentiös mit meinem kleinen VAIO am Konferenztisch bevor im Laufe der Woche die Fragmente meines Arbeitsplatzes hier eintreffen. Hoffentlich. Solange gewöhne ich mich langsam an das neustädtische Leben vor der Bürotür, welche immerhin zu einer eher ruhigeren Seitenstraße zeigt.
Ich schreibe Angebote, sortiere meine Gedanken und Ideen, blogge ein wenig, plane diese und die kommenden Wochen, schreibe Konzepte zur Suchmaschinenoptimierung von Websites und Shops, erforsche kundenspezifische TYPO3-Extensions, treibe den Relaunch meiner Seite hier voran und und und. Aber vor allen Dingen freue ich mich auf eine spannende Zeit und hoffe natürlich, dass mir das Glück des Tüchtigen hold ist :-)
Danke für deine Aufmerksamkeit – wir sehen uns.



Alles Gute und allzeit eine Handbreit Vajo unter den Fingerspitzen wünsch ich Dir!
Mögen sich einige der mitlesenden Arbeitgeber das hier nicht nur errötend durchlesen sondern danach handeln.
P.S.: Dann lass uns mal wo es möglich ist zusammen die Welt retten :-)
Hi Stefan,
dann wünsche ich dir nun auch noch hier viel Erfolg mit deiner Selbstständigkeit. Ich denke der Schritt war für dich auf jeden fall richtig.
Wir sehen uns beim nächsten Smalltalk in der Neustadt :)
Wie bereits zu Dir erwähnt: Professionalität und Zuverlässigkeit im Geschäft wird sich immer auszahlen. Deswegen war es der richtige Schritt, denn diese Eigenschaften passen zu Dir.
Viel Glück ähh viel Arbeit!!!
da kann man Dir neben den üblichen und bereits überbrachten Erfolgswünschen eigentlich nur noch wünschen (ja, is jetzt doppelt, ich weiß), dass Du auch irgendwann die Gelegenheit haben wirst, als Mitarbeiterführender anderen ein gutes Vorbild zu sein. Insofern waren die 7 Jahre sicher nicht verkehrt.
ich danke euch zutiefst.
kata: ich glaube durch meinen perfektionsdrang wären die von mir präferierten arbeitskräfte zu teuer – also bleibe ich bei meinen leisten und arbeite in ergänzenden gebieten lieber mit brillanten freelancern zusammen. das macht mich zwar sicher nicht reich, aber glücklich :-)
Hey Maischi,
Ich wünsche Dir viel Erfolg und bin mir sicher, dass Du etwas großartiges auf die Beine stellen wirst. Ich finde es toll, dass Du den Mut hast, Deine Wünsche zu verwirklichen. ;-)
Auch von mir nochmal *daumen hoch* und alles Gute für diesen Schritt … auch wenn ich noch täglich Tränen lasse weil früh morgens keiner mehr ins Zimmer kommt, keine blöden Kommentare mehr und nur eine Flasche Sekt zur Kuchenrunde *schnief* ;)